„Die Kunst, unsere Welt und den Menschen darin wirklich zu verstehen, beginnt mit der Bereitschaft, beides aus mehr als einer Perspektive zu betrachten.“

Nadja Parisi

Mein fachlicher Schwerpunkt:
Rezeptive Kunsttherapie

Die Begegnung mit Kunst kann mehr sein als eine ästhetische Erfahrung. Sie kann etwas in uns berühren, Erinnerungen wachrufen, Gefühle auslösen, irritieren oder einen Gedanken entstehen lassen, den wir vorher noch nicht hatten.

Genau diese Begegnung steht im Mittelpunkt der rezeptiven Kunsttherapie. Anders als bei Formen der Kunsttherapie, in denen Menschen selbst künstlerisch tätig werden, arbeiten wir hier mit bereits bestehenden Kunstwerken.

Dabei interessiert mich nicht nur, was die Ästhetik eines Bildes in einem Menschen auslöst. Denn weit darüber hinaus bringt das Kunstwerk selbst etwas wertvolles mit: Es ist in einer bestimmten Zeit entstanden, erzählt von den Menschen und der Gesellschaft, die es hervorgebracht haben, und trägt Vorstellungen in sich, die uns heute vertraut oder vollkommen fremd erscheinen können.

Für meine Arbeit sind deshalb beide Seiten wichtig: die Geschichte des Kunstwerks und die Geschichte des Menschen, der ihm begegnet.

Denn niemand betrachtet ein Bild mit vollkommen unvoreingenommenem Blick. Vielleicht fällt dir etwas sofort ins Auge, während jemand anderes es kaum beachtet. Vielleicht berührt dich eine Figur, macht dich wütend oder lässt dich nicht mehr los. Vielleicht erkennst du etwas aus deinem eigenen Leben darin wieder. Wenn wir gemeinsam genauer hinschauen, können wir herausfinden, warum gerade dieses Detail, diese Geschichte oder diese Reaktion für dich bedeutsam ist.

Gleichzeitig kann das Wissen über ein Kunstwerk den eigenen Blick noch einmal verändern. Zu erfahren, wie Menschen zu einer anderen Zeit über Liebe, Familie, Erfolg, Schönheit, Krankheit, Macht oder Tod gedacht haben, kann auch vermeintliche Selbstverständlichkeiten unseres eigenen Lebens infrage stellen. Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, was ich in einem Bild sehe – sondern auch darum, was dieses Bild meinem bisherigen Blick auf die Welt entgegenzusetzen hat.

Genau an dieser Stelle verbinden sich in meiner Arbeit Kunst und Psychologie.

Mein fachlicher Schwerpunkt liegt in der rezeptiven Kunsttherapie und insbesondere in der Frage, wie die gezielte Begegnung mit Kunst psychologisch begleitet werden kann. Dabei verbinde ich meine kunsthistorische Ausbildung mit meiner kunsttherapeutischen und psychologischen Arbeit. Auch meine Forschung beschäftigt sich mit diesem Feld und mit der Frage, welches präventive und gesundheitsfördernde Potenzial in der rezeptiven Begegnung mit Kunst liegen kann.

Mentorin Nadja Parisi

Forschung, Lehre & Vermittlung

Wie können kunsthistorische und psychologische Perspektiven Forschung, Lehre und kulturelle Vermittlung erweitern?

Hier findest du meine wissenschaftliche Arbeit, Vorträge und Lehrformate sowie Projekte und Kooperationen mit Museen, Hochschulen und anderen Institutionen. Aber natürlich auch die Möglichkeit, mit mir zusammenarbeiten oder gemeinsam ein Projekt entwickeln.

FORSCHUNG, LEHRE & VERMITTLUNG
Nadja Parisi

Resonanzräume

Du möchtest selbst spüren, wie Kunst auf dich wirkt und was du in der Begegnung mit einzelnen Werken, Künstler*innen und kunsthistorischen Themen über dich erfahren kannst?

In meinen Resonanzräumen verbinde ich kunsthistorische Hintergründe mit psychologischen und gesellschaftlichen Fragen. Sie laden dich dazu ein, nicht nur genauer auf die Kunst zu schauen, sondern auch darauf, was sie in dir auslöst, welche Gedanken entstehen und wo sich vielleicht sogar mit deinem eigenen Leben verbindet.

RESONANZRÄUME ENTDECKEN