Der interdisziplinäre Blick
Kunst entsteht nicht losgelöst von Kontext. In ihr zeigen sich Vorstellungen davon, wie Menschen zur Zeit ihrer Entstehung lebten, was die Gesellschaft beschäftigte, welche Werte sie vertrat und wie sie auf die Welt blickte. Gleichzeitig begegnen wir Kunst immer aus unserer eigenen Gegenwart heraus – mit unseren Erfahrungen, unserem Wissen und den Fragen, die uns heute beschäftigen.
Mich interessiert die Bewegung in beide Richtungen: Was können wir über ein Werk verstehen, wenn wir seinen historischen und kulturellen Kontext kennen? Und was kann die Begegnung mit Kunst wiederum über uns selbst sichtbar machen – darüber, was uns berührt oder irritiert, wie wir wahrnehmen und welche Erfahrungen und Vorstellungen unseren Blick mitbestimmen?
So wird Kunst für mich nicht nur zum Gegenstand kunsthistorischer Auseinandersetzung. Sie kann auch zum Ausgangspunkt werden, um Menschen und gesellschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen. Psychologische Fragen stehen dabei nicht neben der Kunstgeschichte, sondern erweitern den Blick dort, wo es um Wahrnehmung, Erleben, Beziehungen und menschliches Verhalten geht.
Diese Verbindung prägt meine Forschung ebenso wie meine Vorträge, meine Lehre und die Konzeption und Vermittlung von Projekten in Kunst und Kultur.
Forschung & Publikationen
Welche Fragen wir an Kunst stellen, entscheidet mit darüber, was wir in ihr entdecken können. Mich interessieren dabei sowohl kunsthistorische Fragen zu einzelnen Werken, Künstler*innen und ihrer Entstehungszeit als auch die unterschiedlichen Beziehungen zwischen Kunst, menschlichem Erleben und Gesellschaft.
Damit richtet sich der Blick auch auf die Bewegung zwischen dem Einzelnen und dem Kollektiv: Wie beeinflussen gesellschaftliche Vorstellungen und Entwicklungen unser persönliches Erleben – und was kann Kunst darüber sichtbar machen?
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Kunsttherapeutische Forschung
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Kunstwissenschaftliche Forschung
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Ausgewählte wissenschaftliche Arbeiten
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Publikationen
Vorträge & Lehre
Wissen wird besonders interessant, wenn daraus Fragen entstehen, die über das vermittelte Thema hinausführen.
In meinen Vorträgen und Lehrformaten verbinde ich kunsthistorische und psychologische Inhalte mit Fragen, die Menschen in ihrer eigenen Lebenswelt begegnen. Je nach Kontext kann dabei ein einzelnes Kunstwerk ebenso zum Ausgangspunkt werden wie ein gesellschaftliches Phänomen, eine historische Entwicklung oder eine psychologische Fragestellung.
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Kunst & Psychologie in der Hochschullehre
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Kulturservice Tirol
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Kunst im gesellschaftlichen Kontext
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Weitere ausgewählte Vorträge
Vermittlung
Museale Arbeit gehört seit vielen Jahren zu meinem beruflichen Weg. Ich habe Ausstellungen kuratiert, Vermittlungskonzepte entwickelt, kunsthistorisch geforscht und Projekte für unterschiedliche Besucher*innengruppen konzipiert und umgesetzt.
Heute verbinde ich diese Erfahrung mit meiner psychologischen und kunsttherapeutischen Arbeit. Gerade im internationalen Feld von Arts & Health wird zunehmend danach gefragt, welche Rolle Kunst und kulturelle Teilhabe für Gesundheit und Wohlbefinden spielen können. Initiativen wie „Museum auf Rezept“ zeigen, dass Museen dabei längst beginnen, neue Aufgaben und Möglichkeiten zu entdecken.
Mich interessiert, wie sich dieser Gedanke noch einen Schritt weiterführen lässt: Was wird möglich, wenn wir nicht nur Menschen ins Museum bringen, sondern Ausstellungen und Vermittlungsangebote gezielt so konzipieren, dass die Begegnung zwischen Kunstwerk und Betrachter*in auch für psychologische Prävention und die Stärkung persönlicher Ressourcen genutzt werden kann?
Die rezeptive Kunsttherapie eröffnet dafür eine besondere Perspektive. Gemeinsam mit Museen und Kulturinstitutionen möchte ich erforschen und entwickeln, wie sich kunsthistorische, psychologische und kunsttherapeutische Zugänge verbinden lassen – wissenschaftlich fundiert, auf die jeweilige Sammlung abgestimmt und mit der Frage, wie die Begegnung mit Kunst zum psychischen Wohlbefinden von Menschen beitragen kann.
Die museale Grundlage
Die Grundlage dafür ist eine Arbeit, die lange vor dieser heutigen Spezialisierung begonnen hat. In unterschiedlichen musealen Projekten habe ich kunsthistorisch geforscht, Ausstellungen kuratiert und Vermittlungsformate konzipiert und umgesetzt. Einige davon zeigen bereits Fragen und Arbeitsweisen, die mich bis heute begleiten.
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Ausgewählte museale Projekte
Was daraus entstehen kann
Nicht jede Zusammenarbeit beginnt mit einem fertigen Format. Manchmal beginnt sie mit einer Frage, einer Sammlung, einem Thema oder der Idee, unterschiedliche fachliche Perspektiven miteinander zu verbinden.
Aus meiner Arbeit können Vorträge und Lehrveranstaltungen ebenso entstehen wie Vermittlungsformate, Forschungskooperationen oder gemeinsam entwickelte Projekte für Museen und Kulturinstitutionen.
Im Mittelpunkt stehen dabei Projekte, in denen meine Verbindung von Kunst und Psychologie zum Tragen kommt und daraus ein Mehrwert auf unterschiedlichen Ebenen entstehen kann: für den Kunst- und Kultursektor ebenso wie für die Menschen, die ihm begegnen. Denn die Auseinandersetzung mit Kunst kann nicht nur den Blick auf ein Werk, eine Zeit oder eine Gesellschaft verändern – sondern auch auf sich selbst.